5/2019 Vom 7.5. bis 4.6.2019 zeigen wir 32 großformatige Fotos (60 x 40 cm) im Foyer des Kreishauses Gütersloh.
Im Rahmen der Europawoche wurde die Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet. 68 geladene Gäste …

„Yksi, kaksi, kolme“ – das dritte Reiseziel in Halle an der Saale entführt nach Finnland.
„Ich bin aus Finnland rausgeflogen, weil ich so viel rede“, erzählt Alina und lacht. Als besonders offenherzig gelten die Finnen tatsächlich nicht. Ein alter Witz besagt, man erkennt einen aufgeschlossenen Finnen daran, dass er beim Gespräch immerhin die Füße seines Gegenübers anschaut und nicht nur die eigenen. Alina, die Gastgeberin unseres dritten „Weltreise durch Wohnzimmer“-Abends bestätigt dieses Klischee nicht.

Acht Reisende konnten sich für die Wohnzimmerreise nach Finnland anmelden. Am schnellsten sicherten sich acht Frauen ihr Reiseticket. Es hätte somit eine reine Mädelsrunde werden können, hätte sich nicht spontan Besuch bei unserer finnischen Gastgeberin angekündigt. Tapio, ein Freund aus Oulu, war zufällig genau zum Weltreisetermin in Halle zu Gast. Im Gemischten Doppel stellten die beiden somit ihr Heimatland vor. Alina, die weltgereiste, perfekt Deutsch sprechende Studentin aus Eura, einer kleinen Gemeinde im südwestlichen Finnland, und Tapio, der kaum Deutsch sprach, dafür aber aus Halles Partnerstadt Oulu in Lappland kommt und somit den Norden Finnlands vorstellen konnte.

Die finnische Sprache eröffnete auch den Wohnzimmerabend. Alina stellte sich auf Finnisch vor („Minun nimeni on Alina“) und ermunterte alle Gäste, sich ebenfalls auf Finnisch vorzustellen, was erste verknotete Zungen zur Folge hatte. „Kippis“ (Prost!) konnten sich die Gäste schon besser merken, obwohl Tapio auch mit seiner nordfinnischen Variante „Hölökyn kölökyn!“ Begeisterung auslöste. Angestoßen wurde – natürlich – mit süßlich-würzigem Salmiakki, dem berühmten finnischen Lakritzlikör. Dass Finnisch eine ganz einfache Sprache ist, zeigte Alina mit einem Arbeitsblatt, auf dem Bilder finnischen Vokabeln zugeordnet werden sollten. „sitruuna“ – Zitrone, „sukka“ – Socke, „kruunu“ – Krone. Finnisch ist doch ganz leicht! Nur dass „Saksa“ nicht für Sachsen sondern ganz Deutschland steht, erforderte etwas Grübelei.

Bei finnischen Schnittchen, Roggenbrot mit Munavoi (einem Butter-Ei-Aufstrich), Rieska (Alina übersetzt sie ins Deutsche mit „Kartoffelpfannkuchenbrot“) und natürlich Lakritz und Schokolade kamen Gäste und Gastgeber ins Gespräch. Alina räumte mit einigen Missverständnissen auf. „Das mit der Sauna haben die Deutschen irgendwie falsch verstanden!“, seufzt sie und berichtet von verwirrten Finnen, die von deutschen Saunameistern in die Schranken gewiesen werden, als sie selbst einen Aufguss machen wollten („Einen Aufgussmeister? So etwas gibt es in Finnland gar nicht!“) oder fassungslos das fast schon rituelle Luftdurchwedeln mit dem Handtuch beobachteten.

Alina wollte als Reiseleiterin aber vor allem wissen, welche Vorstellungen ihre Gäste von Finnland haben, und auf Themen eingehen, die alle interessieren. So kam das Gespräch von klischeebesetzten Themen schnell auch zu verblüffenden Eigenheiten des Landes wie kuriosen Sportarten („Gummistiefelweitwurf“, „Fußball auf Sumpf“ oder „Frauentragen“) oder die finnische Variante der „Butterfahrten“, bei denen auf Fährüberfahrten nach Schweden oder Estland literweise Alkohol gekauft wird. Viele nehmen sich dafür extra einen Handwagen mit. Als Alina so einen Butterfahrtenhandwagen hervorzauberte, den ihr ihre Großmutter nach Halle mitgegeben hatte, ist das Gelächter groß.

Tapio hatte Fotos aus Lappland mitgebracht, mit denen die Gäste einmal durch alle vier Jahreszeiten reisen konnten, Eindrücke von winterlichen Nordlichtern und sommerlichen Moltebeeren inklusive. Und oft wurden politische und gesellschaftliche Themen angesprochen, wie die gerade erst durchgeführten Parlamentswahlen, die strenge Wehrpflicht im Land oder das hochgelobte finnische Bildungssystem, das Alina in vielen Punkten zwar genossen hatte, das sie jedoch auch fürs Studium nach Deutschland brachte, da Studienplätze in Finnland sehr viel schwieriger zu ergattern sind.

„Merkt ihr den Klimawandel?“, wollte noch ein Gast wissen. Tatsächlich hätte es in Oulu diesen Winter gerade einmal anderthalb Monate Schnee gegeben, antwortete Tapio, was für Nordfinnland unfassbar wenig ist.

Was bleibt von so einem finnischen Wohnzimmerabend? Die Gäste nehmen ganz vielschichtige Erkenntnisse mit. Und oben drauf noch kulinarische Empfehlungen (alle sollen unbedingt „Karjalanpiirakka“ (karelische Piroggen) in Finnland probieren, Alinas liebstes finnisches Essen) und Tipps für Mittsommer, da ein Gast tatsächlich zu dieser Zeit in Helsinki sein wird.

Ein Gast verlässt das Wohnzimmer sogar mit dem Wunsch, selbst bald finnisch zu lernen. Das ist ja bestimmt auch ganz leicht.

Kiitos Alina und Tapio!

 

(Bericht von Lisa Osterburg, Franckesche Stiftungen, Halle an der Saale)

Reisen bildet bekanntlich. Bei jeder Reise lernt man etwas Neues und gleichzeitig schärft sich der Blick auf das eigene Herkunftsland. Selbst bei Wohnzimmerreisen tritt dieser Effekt auf. So auch bei dieser Reise nach Pakistan. Binat und Rafiq erzählen nämlich von dem besonderen Gut der Religionsfreiheit, die in dem deutschen Grundgesetz verankert ist. Das ist mit der Religionsfreiheit so ähnlich wie mit der Demokratie – wenn man sie hat, nimmt man sie als gegeben hin und macht sich nicht ständig darüber Gedanken, wie das Leben wäre, wenn sie fehlen würde. In Deutschland gibt es die Religionsfreiheit und in Pakistan nicht. Ein Leben mit Religionsfreiheit ist wesentlich ungefährlicher und entspannter als ein Leben, in dem ich permanent Angst haben muss, inhaftiert zu werden, nur weil ich eine Religion habe, die von der Regierung nicht gewünscht ist. Wir haben von unseren Reiseleitern gelernt, dass es 73 verschiedene Richtungen des Islam gibt.

Binat und Rafiq gaben den vier Männern und acht Frauen, die es sich am Samstagnachmittag von 16 bis 18 Uhr in ihrem Wohnzimmer bequem gemacht haben, aber nicht nur Einblicke in das religiöse Leben in Pakistan. Obwohl Binat und Rafiq schon 20 Jahre glücklich in Deutschland leben, bringen die beiden ihr Herkunftsland mit viel Gefühl den Reisenden nah.

Viele Ahs und Ohs gab es von den Reisenden, als Binat Kleidungsstücke aus ihrem Kleiderschrank holte. Wir haben gelernt, dass Binat sich am wohlsten in einem Salwar Kamiz fühlt. Ein Kamiz ist ein über die Knie reichendes langärmliches Oberteil.  Die Salwar ist die dazu farblich abgestimmte, schmal geschnittene oder weit geschnittene Hose. Dazu gehört die Dupatta. Ein langer, breiter Schal, der über eine Schulter, um den Hals oder über den Kopf gelegt wird. Saris zählen aber auch zu Binats Garderobe. Binat hat uns gezeigt, wie man den Sari anlegt und trägt. Für alle, die nur mit westlicher Garderobe vertraut sind, echtes Neuland.

Mit leckerem traditionellem pakistanischem Essen –  Samosay (gefüllte Teigtaschen), Dahi Barey (würziges Linsen-Joghurtgericht) und Gulab Jamun (frittierte Teigbällchen in aromatisiertem Zuckersirup),  Kaffee und Tee und Familienfotos wurde unsere Reise abgerundet.

Liebe Binat, lieber Rafiq, herzlichen Dank für Ihre Gastfreundschaft und Ihre Offenheit, uns so viel von Ihrem Heimatland und Ihrer Kultur zu erzählen.

 

 

 

 

 

 

 

Wie bereist man ein Land, das zu den längsten der Erde zählt, das sich von Nord nach Süd über 4000 Kilometer zwischen Anden und Pazifik erstreckt und dabei mehrere Klimazonen durchläuft? Zehn Hallenserinnen und Hallenser wollen dies am zweiten Abend unserer „Weltreise durch Wohnzimmer“ herausfinden. Ein paar bekannte Gesichter vom ersten Weltreiseabend sind unter den Gästen, die meisten nehmen aber zum ersten Mal an einer Wohnzimmerreise teil. Ein Gast kam sogar ganz spontan hinzu, nachdem ein Reisender kurzfristig verhindert war. Sie alle sind neugierig auf Chile.

Karl, der Gastgeber unserer Chile-Wohnzimmerreise, und seine Freundin Bonny heißen die Reisenden in ihrer Wohnküche mit Pisco Sour willkommen, ein Cocktail aus Limettensaft, Zucker, Ei und Pisco (einem chilenischen oder peruanischen Branntwein – die Herkunft bleibt ein Politikum in beiden Ländern). Platz ist in der kleinsten Hütte: Im chilenischen Wohnzimmer wird es kuschlig, doch es passt sogar ein weiterer Gast hinein, denn Karl hat sich musikalische Verstärkung geholt, um seinen Gästen einen ganz besonderen Eindruck seines Heimatlandes zu vermitteln: Tomy, ebenfalls Chilene und seit zwei Jahren in Deutschland, kam mit Gitarre, Charango und vielen Liedern im Gepäck, um von den schönen und auch zwiespältigen Themen des Landes zu singen.

Das Charango ist ein kleines Saiteninstrument aus dem Altiplano ganz im Norden von Chile. Hier beginnt die musikalische Reise. Ursprünglich wurde der Körper des Andeninstruments aus einem Gürteltierpanzer gefertigt. Tomys Instrument ist aber schon tierfreundlich aus Holz gebaut. Sein Charango bringt uns ins Gebirge und in die trockenste Wüste der Welt. Von Nordchile aus geht es musikalisch weiter ins Zentrum des Landes nach Valparaíso, die größte Hafenstadt Chiles und eins der wichtigsten kulturellen Zentren. Der Dichter Pablo Neruda hat hier gelebt und geschrieben, die Einflüsse aus aller Welt kamen über den Hafen ins Land, doch auch die Kontraste zwischen Arm und Reich werden in dieser Stadt sichtbar, betont Karl. Mit einem Liebeslied an Valparaíso als „Joya del Pacífico“ (Juwel des Pazifiks) ziehen wir weiter gen Süden und zum Archipel Chiloé. Die Inselgruppe gehört wohl zu den schönsten Flecken unseres Planeten, voller Mythen und, so Karl, mit wunderbar gastfreundlichen Menschen. Auf Chiloé gibt es jedoch auch schwere Konflikte zwischen den lokalen Fischern und den großen Fischfangunternehmen, die den Menschen vor Ort die Lebensgrundlage nehmen.

Tomy greift zur Gitarre und beginnt mit Liedern von Violeta Parra, die wohl bekannteste Folkmusikerin des Landes. Sie verarbeitete die Konflikte des Landes in ihrer Poesie. Mit ihrer Musik geht es weiter in das Land der Mapuche, der größten indigene Gruppe Chiles. Karl berichtet von den Konflikten der indigenen Bevölkerung mit dem Staat, vom Selbstverständnis der Mapuche als „Volk der Erde“ und ihrer Sprache Mapudungun, der „Sprache der Erde“. Sie sind das einzige indigene Volk Lateinamerikas, das seit 500 Jahren Widerstand leistet, erst gegen die Spanier, dann gegen den chilenischen Staat, inzwischen vermehrt gegen große Industrien.

Die Region Araucanía ist das angestammte Gebiet der Mapuche. Hier wachsen die Araukarien, nach denen die Region benannt ist und die die wichtigste Lebensgrundlage für die Mapuche sind. Mit „Arauco tiene una pena“ von Violeta Para beenden Tomy und Karl die musikalische Reise von Norden nach Süden.

Nach so vielen zurückgelegten Kilometern und spannenden Geschichten brauchen alle eine Stärkung. Bevor das Essen aufgetragen wird, stimmt Tomy noch eine Cumbia an. Zu dem eigentlich aus Kolumbien stammenden Rhythmus wird auch in Chile gern getanzt. Auf dem Wohnzimmertisch türmen sich nun duftende Sopaipillas. Die frittierten Hefeteigstücke konnten die Gäste herzhaft mit Pebre (einem Dip aus Zwiebeln, Koriander, Knoblauch und Paprika), Merkén (einer chilenischen Gewürzmischung aus Chili, Koriander und Salz) oder süß mit Marmelade oder Zucker probieren.
Nota bene!

Für die chilenischen Wohnzimmerreise gab es neben Musiker Tomy noch weitere helfende Hände. Carmen von nebenan (und ursprünglich aus El Salvador) half Karl und Bonny mit Gläsern und Tellern aus, damit die 10 Reisenden das leckere Essen genießen konnten. Noé, Freund aus Mexiko, kam auch vorbei und unterstützte als gelernter Koch beim Zubereiten der – natürlich trotzdem chilenischen – Speisen. Muchas gracias an das gesamte lateinamerikanische Team!

Nach dem Essen kommen Gäste und Gastgeber ins Gespräch: über Karls Familie, sein Leben in Deutschland, Politik, Literatur und deutsche Einflüsse in Chile. Denn im 19. Jahrhundert wanderten viele Deutsch nach Chile aus. Auch Karl (man sieht es am Namen) hat zum Teil deutsche Vorfahren. Ein eindrücklicher, vielstimmiger Abend geht zu Ende. Bereichert mit viel neuem Wissen über ein fremdes Land, Geschichten, Ohrwürmern und Literaturempfehlungen nehmen die Gäste Abschied. Karl freut sich, dass so viele unterschiedliche Themen zur Sprache kommen konnten, denn natürlich ist es einfach, über die schönen Dinge in Chile zu berichten, aber ihm war es wichtig, auch die Widersprüche und Konflikte zu zeigen.

(Bericht von Lisa Osterburg, Franckesche Stiftungen, Halle an der Saale)

Es ist ein Abend im Februar, das Thermometer zeigt Minusgrade an, zehn Menschen treffen sich vor dem Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen, in dicke Mäntel und Schals gehüllt, bereit, den deutschen Winter für ein paar Stunden hinter sich zu lassen und in die tropische Welt Indiens einzutauchen. „Vanakkam“, ruft Jasmin, die Gastgeberin der ersten „Weltreise durch Wohnzimmer“ in Halle und legt die Handflächen aneinander. „So heißt man bei uns in Tamil Nadu Gäste willkommen.“ Die zehn Reisenden betreten den Tholuck-Saal des Evangelischen Konvikts, in dem Jasmin derzeit wohnt, und schon sind alle in einem anderen Land. Gleich zu Beginn zeigt Jasmin, was indische Gastfreundschaft bedeutet: Mit würzigem Chai und einer fröhlichen Tanzdarbietung werden die Gäste ins Land gelockt. Das Eis ist sofort gebrochen. Nach diesem schwungvollen ersten Eindruck beginnt Jasmin von sich zu erzählen und zeigt Fotos aus ihrer Heimatstadt Coimbatore, von ihrem Haus, ihrer Familie, ihrem Hund und ihrer Kirchgemeinde. Sie erzählt, wie sie mit ihrem Motorrad durch die Stadt düst… oder meist im Stau steht. Sie zeigt Bilder von Elefanten, die aus dem Wald in die Stadt kommen und erklärt, wie in ihrer Stadt drei Weltreligionen zusammenleben. Die Gäste staunen, fragen, lachen und ergänzen eigene Eindrücke von Indien. Doch beim Gespräch sollte es nicht bleiben. Indien lernt man am besten mit allen Sinnen kennen. Das heißt zuallererst durch Bewegung: Jasmin bittet zum Tanz und bringt allen ein paar Tanzschritte zu einem tamilischen Lied bei.

Nach so viel Verausgabung hat sich die Reisegruppe eine Stärkung verdient. An einer langen Tafel werden Bananenblätter ausgebreitet, die als Teller für das indische Biryani dienen sollen. Das würzige, leicht scharfe Essen aus Reis und Gemüse wird mit der Hand gegessen, gar nicht so leicht, doch schon bald sind alle Bananenblätter leergeputzt und der Nachtisch kann serviert werden: Payasam, ein süßer Pudding mit Nüssen. Beim Essen ist genug Zeit, Jasmin kennen zu lernen und alle Fragen zu stellen, die man immer schon mal über Indien stellen wollte. „Jetzt habe ich auch einmal eine Frage“, sagt Jasmin. „Wieso habt ihr diese Reise nach Indien gebucht?“ Die Antworten sind ganz unterschiedlich. Viele waren grundsätzlich neugierig auf das Projekt „Weltreise durch Wohnzimmer“. Eine Frau erzählt, dass sie nicht glaubt, jemals persönlich nach Indien zu kommen, warum dann also nicht mal ein fernes Land durch ein Wohnzimmer kennenlernen. Ein Gast kennt Tamil Nadu bereits von einer Reise und freut sich über die Auffrischung der Reiseerinnerungen. Für alle, die vielleicht doch einmal selbst nach Tamil Nadu reisen werden, hat Jasmin noch einen kleinen Sprachkurs in ihrer Muttersprache vorbereitet. „nanri“ (danke), „dhayavu seidhu“ (bitte), „suvai“ (lecker) – mit diesen Worten kommt man in Indien bestimmt schon weit.

Zum großen Abschluss bittet Jasmin alle Gäste noch einmal zur Türschwelle. Dort hat sie ein „Kolam“ vorbereitet, ein mit weißem Pulver auf den Boden gezeichnetes Blumenmuster, das in Tamil Nadu an Festtagen die Eingänge der Häuser schmückt. Viele bunte Farbpulver liegen bereit. Gemeinsam füllten die Gäste das Kolam mit dem bunten Pulver aus. Das farbenprächtige I-Tüpfelchen einer einzigartigen Indienreise in Halle. Und was denkt die Gastgeberin? „Für mich war es eine tolle Möglichkeit, mein Land mit seinen schwierigen Traditionen auf einfache Weise zu vermitteln. Ich denke, durch eine Wohnzimmerreise können Ängste und Skepsis gegenüber einer Kultur, die der eigenen sehr fremd ist, genommen werden.“
Nanri Jasmin!

(Bericht von Lisa Osterburg, Franckesche Stiftungen, Halle an der Saale)

02/2019 „Gemeinsam. Verschieden. Zusammen.“ ist das Motto der Vesperkirche in Gütersloh und entspricht auch der Idee (Begegnung und Austausch von unterschiedlichsten Menschen), die der Weltreise durch Wohnzimmer zugrunde liegt. In der Vesperkirche begegnen sich alle Menschen der Gesellschaft innerhalb von zwei Wochen täglich bei einer kostenlosen warmen Mahlzeit in der Martin-Luther-Kirche. Jeder ist willkommen. Die Vesperkirche fördert das soziale Miteinander. Menschen, die im Alltag nichts miteinander zu tun haben, kommen während des Essens ins Gespräch. Die erste Essensausgabe erfolgt um 12 Uhr und die zweite um 13 Uhr – jeweils 150 Essen. Die Gäste sitzen auf den Kirchenbänken und als Tisch dienen zwei gegeneinandergestellte Kirchenbänke in der Mitte mit einer Tischkonstruktion darauf. So haben 150 Gäste Platz. 600 ehrenamtliche Helfer unterstützen in den zwei Wochen die Vesperkirche und wir Wohnzimmerweltreisende haben auch an einem Tag beim Auffüllen von Fisch, Kartoffeln, Salat, Rührei und Kartoffelbrei geholfen, beim Verteilen des Essens und beim Abräumen des Geschirrs. Es herrscht eine besondere Stimmung von Respekt, wahrnehmen und wahrgenommen werden. Den Gästen hat es geschmeckt und wir Helfer hatten Spaß und fühlten uns reich beschenkt, ein Teil dieses wunderbaren Begegnungsangebotes zu sein.

Weltreise durch Wohnzimmer sagt „JA“ zu einem zukunftsfähigen Europa.

Am 17.1.2019 hat das Europe Direct Informationszentrum und die Pro Wirtschaft ins Gütersloher Kreishaus eingeladen, um die Europa-Erklärung des Kreises Gütersloh zu erläutern und um die Unterschrift unter die Erklärung zu erbitten.

230 Privatpersonen und VertreterInnen von Unternehmen, Institutionen und Organisationen sind der Einladung gefolgt.

Bevor Leana Kammertöns (Europe Direct Informationszentrum Kreis Gütersloh) die Entstehung der Europaerklärung des Kreises Gütersloh vorgestellt und näher erläutert hat, haben Konrad Adenauers Enkelsohn Sven-Georg Adenauer (Landrat des Kreises Gütersloh), Elmar Brok (Mitglied des Europäischen Parlaments), André Kuper (Präsident des Landtags von NRW) und Dr. Stephan Holthoff-Pförtner (Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein Westfalen) den europäischen Gedanken und die Wichtigkeit der Beteiligung an der Europawahl am 29.5.2019 betont.

Europa ist eine Gemeinschaft für Frieden, Europäische Werte (Achtung der Menschen-würde, Demokratie, individuelle Freiheit, Menschenrechte, Solidarität, Gleichheit, Rechts-staatlichkeit), Vielfalt und Völkerverständigung und Wirtschaftsbeziehungen.

In der Erklärung steht: „Das gemeinsame Europa hat uns ermöglicht, in Frieden und Freiheit zu leben. Das ist für uns eine historische Errungenschaft und wir setzen uns dafür ein, dass das so bleibt.“
Hier kann die Erklärung unterzeichnet werden: https://www.prowi-gt.de/europe-direct/europa-erklaerung/

Wir haben schon unterschrieben und den Termin der Europawahl (26.5.2019) uns auch schon vorgemerkt.

10/2018 Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner „Freiwilligenagentur Tatendrang“ aus München haben wir

10/2018 Wenn man Elvina aus Mosambik trifft, wird man von Liebe pur empfangen. In den Genuss, Elvinas Bekanntschaft

9/2018 10 Reisende haben sich am Samstag um 15 Uhr bei Mikaele aus Äthiopien im Wohnzimmer eingefunden.
Mit der Unterstützung von drei Landsfrauen

9/2018 Die Robert Bosch Stiftung hat uns zum Festival der Zivilgesellschaft nach Erfurt eingeladen und

9/2018 „Engagement macht stark“ ist das Motto der Woche des bürgerschaftlichen Engagements und