Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. 2024 kommt die Fußball EM nach Deutschland und mit ihr wird das Ehrenamt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung für  Engagement und Ehrenamt gestärkt. Denn es soll die nachhaltigste EM überhaupt werden.

Um konkrete Maßnahmen zu kreieren, die das Ehrenamt und die EM miteinander verbinden, wurden drei runde Tische ins Leben gerufen. Hierbei wurde die Basis (das Volk, das schon im Ehrenamt Erfahrungen hat) um Ideen gebeten.

Und da kamen wir Ehrenamtler*innen vom Verein Weltreise durch Wohnzimmer ins Spiel. Ich durfte sogar den Workshop „Rebranding Ehrenamt“ moderieren, in dem das obige Foto entstand.

Um neue ehrenamtlich Engagierte zu finden, könnten zum Beispiele Ehrenamtliche in einem Mini-Video ihre Begeisterung fürs Ehrenamt teilen – Vorbilder sind toll. Wie wäre es, wenn jeweils einer dieser Mini-Filme samstags vor dem Torwandschießen im Sportstudio laufen würde?

Schön wäre auch eine einheitliche App, in der man Ehrenamtliche suchen und finden kann.

Eine weitere Idee aus meinem Workshop ist ein Ehrenamtspraktikum, das Schüler*innen aller neunten Klassen jährlich eine Woche im Juni absolvieren, um in drei Bereiche ehrenamtlichen Engagements hineinzuschnuppern. Sie könnten z.B. aus den Bereichen Sport, Soziales, Kultur und Umwelt wählen.

Die Idee, aus vier Wochen EM in Deutschland in Kombination mit dem Ehrenamt noch viel mehr zu machen, ist mega!

 

 

 

Unter dem Motto „ausgezeichnet – vernetzt – nachhaltig“ hat das Bündnis für Demokratie und Toleranz nach Dresden zum Tagen eingeladen.

An zwei halben Tagen kamen wir in den Genuss einer hervorragend organisierten Konferenz mit informativen und inspirierenden Workshops und genügend Zeit zum Vernetzen zwischen den Aktivitäten.

Wir haben an den Workshops „Mitgliedergewinnung und Motivation“, „Diversität im Engagement“, „Presse- und Medienarbeit“ und „Kooperation mit Unternehmen“ teilgenommen.

Die Workshops waren so unterschiedlich wie die Vortragenden, aber eins haben alle Vortragenden gemeinsam: sie sind hochmotiviert und absolut engagiert für die deutsche Gesellschaft.

Wir fühlen uns reich beschenkt, jetzt mit vielen energiegeladene Menschen verbunden zu sein.

Herzlichen Dank an das Team vom Bündnis für Demokratie und Toleranz.

So eine Freude! WDR for you berichtet diese Woche zum Thema „arbeiten in Deutschland“ und hat uns für Interviews bei unserem Gütersloher Stammtisch besucht.

Dunya aus Rheda-Wiedenbrück, Wafaa aus Herzebrock-Clarholz (beide geboren im Irak), Omar aus Bielefeld (geboren in Marokko), Aya aus Oelde, Reem aus Gütersloh (beide geboren in Syrien) und Oumar aus Herzebrock-Carholz (geboren in Guinea) haben im live-Stream über ihr Berufsleben in Deutschland berichtet.

Dunya arbeitet in einer Kita als Ergänzungskraft.

Omar macht eine Umschulung als Industriemechaniker.

Aya hat gerade ihr deutsches Abitur in der Tasche und startet in Münster ab Oktober ein Studium im Fach Ökotrophologie.

Wafaa hat einige Jahre als Chemielehrerin im Irak gearbeitet und überbrückt die Zeit, bis sie auch hier als Chemielehrerin im Einsatz ist,  mit der Arbeit bei Amazon.

Reem war in Syrien Englischlehrerin und arbeitet auch hier als Englisch- und Kunstlehrerin in einer Grundschule.

Oumar ist Auszubildender als Maler.

Der Stammtisch war mit 28 Teilnehmenden (31 ist die maximale Teilnehmerzahl) fast ausgebucht und alle war schwer beeindruckt von dem hohen Besuch des Fernsehens an diesem besonderen Abend.

Wir bedanken uns sehr beim Team des WDRs für das Interesse an den Menschen, die die Weltreise durch Wohnzimmer ausmachen.

Faisal und Dunya haben uns zur Weltreise durch Wohnzimmer nach Jordanien eingeladen. Da kannten wir Reisende uns zu Beginn der Reise gar nicht gut aus, aber beide haben uns einen Einblick verschafft. Dunya hat für uns extra ein besonders schönes jordanisches Gewand angezogen.

Die jordanische Tradition ist es, zur Begrüßung einen kleinen starken Kaffee mit Kardamom anzubieten. So kamen auch wir in den Genuss dieses leckeren Kaffees. Faisal hat uns erklärt, dass es eine Zeichensprache gibt, um zu signalisieren, ob ich noch mehr Kaffee haben möchte oder nicht: Wenn ich meine Tasse auf den Tisch stelle, sage ich damit, dass ich gerne noch mehr Kaffee hätte. Wenn ich die leere Tasse in der Hand halte und etwas hin und her bewege, heißt das, dass ich keinen weiteren Kaffee mehr möchte.

Dann wurden wir mit dem jordanischen Nationalgericht Mansaf verwöhnt. Soooo lecker. Zu dem Gericht gehört eine Suppe aus getrocknetem Joghurt, die man gleichzeitig auch als Soße zum Fleisch und Reis benutzt. Ganz anders, als wir es so gewohnt sind. Besonders gefallen hat uns, dass Faisal als erstes den Nachbarn einen Teil des Essens abgegeben hat. Was für eine schöne Geste. Dunya und Faisal haben uns erklärt, dass es für sie und ihre Nachbarn üblich ist, etwas abzugeben, wenn etwas Besonderes gekocht wird.

Beim Essen haben die Eheleute unsere Fragen rund um Mekka beantwortet, uns von ihren Familien erzählt und von ihrer Arbeit als Altenbetreuerin und Busfahrer hier in Deutschland.

Zum Abschluss dieser wunderschönen Weltreise durch Wohnzimmer nach Jordanien durften wir noch ein paar Fotos aus dem Familienalbum am Fernsehbildschirm (unter anderem ein Besuch des jordanischen Weltwunders Petra) ansehen und das Abschiedsgetränk – schwarzer Tee mit Minze – zu uns nehmen.

Dunya und Faisal ihr seid sehr herzlich und offen – vielen vielen Dank für eure Gastfreundschaft!

Wow! Wir sind so begeistert, dass wir zum ersten Mal beim internationalen Kulturfest in Rheda mit einer eigenen Hütte mitwirken durften. Vor einem Monat wurden wir vom Rathaus gefragt, ob Interesse besteht. Sofort haben wir mit den Planungen begonnen: Wer hat an dem Wochenende Zeit, in unserer Hütte Speisen und Friedens-Schlüsselanhänger und -Lesezeichen zu verkaufen? Wer hat Zeit, Speisen für den Verkauf zuzubereiten?

Samstag arbeiteten wir in drei Schichten: 11-15 Uhr, 15-18 Uhr und 18 bis 23.30 Uhr und Sonntag in zwei Schichten: 12 – 15.30 Uhr und 15.30 – 19.30 Uhr. Pro Schicht waren vier Personen aus unterschiedlichen Kontinenten am Start.

Fleißig haben Aslı, Gülay, Margarita, Monika und Ulrike für den Frieden gehäkelt, Aslı, Carin, Catrin, Deho, Emine, Faisal, Ferhan, Hatice, Karabu, Marion, Natalies Mama, Rafaah, Ulla und Zeliha gebacken und gekocht und dann das Kunsthandwerk und die Speisen aus Brasilien, Deutschland, Jordanien, Kamerun, Südafrika und der Türkei verkauft.

Außerdem haben wir die Rheda-Wiedenbrücker Künstlerin Leonie Wieger gebeten, uns Bilder mit Motiven von Menschen aus aller Welt zur Verfügung zu stellen.

Wir kamen an unserem Stand mit unseren Besuchern und Besucherinnen über die Weltreise duch Wohnzimmer, die internationalen Stammtische und die Weltfrieden-Matrix ins Gespräch.

So gab es bei uns Futter für alle Sinne.

Im Vorfeld haben wir in den sozialen Netzwerken Werbung gemacht, damit auch viele Menschen in den Genuss der leckeren Speisen und der lockeren Stimmung kommen können.

Tagsüber gab es ab und zu Tanzeinlagen von heimischen Vereinen und Samstagabend wurde zur Musik des DJs getanzt.

Was für ein Fest!

Nach einem Bürgerbrunch in Gütersloh und einem in Bielefeld im Juni, kamen wir dieses Mal in Rheda-Wiedenbrück zusammen. Die 17 Teilnehmenden kamen aus Botswana, Deutschland, Ecuador, Guatemala, Guinea, Luxemburg, Peru, Südafrika und der Türkei. Für mich begann der Sonntagsausflug am Bahnhof in Rheda: Dort wartete ich mit drei mir unbekannten Personen darauf, dass Catrin uns abholt. Nachdem sie uns mit voller Gastfreundschaft begrüßte, sind wir zusammen zum Klostergarten gefahren, der ein traumhafter Ort für einen Brunch im Sommer ist.

Unser Verein hat uns wieder in ganz einfacher und lockerer Art zusammengebracht: zum Essen, Trinken und gemeinsamen Kulturgenuss.

Wir waren nicht die Einzigen im Klostergarten mit dem Wunsch nach einem unbeschwerten Sonntag: an zehn Tischen wurde gelacht und sich angeregt unterhalten. Fürs nächste Jahr konnten wir uns gute Anregungen für die Tischdeko holen: tolle Kerzenleuchter, Tischdecken und Blumensträuße zierten unsere Nachbartische.

Das Wetter war auch sehr schön, um eine luftige und lockere Atmosphäre zu schaffen.

Jeder brachte etwas zum Essen mit. Wir haben alles geteilt und konnten an unserem Tisch somit Speisen aus aller Welt probieren. Oumars scharfe Hühnersuppe wird unvergessen bleiben.

Monika hat Gedichte als Lesehäppchen serviert. Tischweise wurden wir für den Hörgenuss zur Laube gebeten, wo zehn Stühle bereitstanden und Monika für jeden Tisch zwei Gedichte vortrug. Sehr schön! Danke Monika.

Sebastian hat uns sein Fußballspiel gezeigt und erklärt. Er ist noch auf der Suche nach Mitspielenden. Das Spiel ist eine Mischung aus Fußballtrainertaktik und Schach. Sehr interessant. Sebastian hat eine coole Idee: Er möchte die Spielpartien aus der kommenden Fußball-WM mit Menschen aus den beteiligten Fußballnationen spielen. Sebastian hofft, dass im Kreis Gütersloh genügend Spielverrückte aus den unterschiedlichen Ländern wohnen und Lust haben, mitzumachen.

Heute habe ich die Zeit sehr genossen. Das Treffen des Vereins Weltreise durch Wohnzimmer hat mir viel Spaß gemacht. Neue Leute kennenzulernen, gefällt mir sehr.

Dieser Verein erreicht immer sein Ziel, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen.

(Autorin: Aslı)

14 Personen aus fünf Ländern (China, Deutschland, den Niederlanden, Syrien und der Türkei) haben innerhalb von zwei Stunden eine zu schließende Schulbibliothek geräumt und die Bücher vor dem Altpapiercontainer gerettet. Wir haben die Bücher in weiteren zwei Stunden auf neun öffentliche Bücherschränke in Rietberg, Neuenkirchen, Gütersloh (Innenstadt und Avenwedde), Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Sassenberg, Rheda und Wiedenbrück verteilt.

Es macht so viel Spaß, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die mit anpacken!

Danke, danke, danke!

Dieses Mal ging die Weltreise durch Wohnzimmer zu Aisha nach Syrien – in Rheda-Wiedenbrück. Die Reisegruppe bestand aus acht Damen aus verschiedenen Ländern (Deutschland, Irak, Peru und Syrien) und Kulturen.

Zuerst aßen wir zusammen ein traditionelles syrisches Gericht und unterhielten uns über die Zutaten der leckeren Speisen. Die Atmosphäre war sehr angenehm – es wurde viel gelacht, obwohl wir einander vorher nicht kannten.

Dann gingen wir in Aishas wunderschönen Garten und staunten über die vielen Obst- und Gemüsepflanzen, wie Feigen, Birnen, Paprika, Tomaten, Knoblauch und Lauch.

Zwei von Aishas Töchtern ergänzten aktiv die Erzählungen ihrer Mutter und genossen sichtlich die Gruppe aufgeschlossener Unbekannter bei ihnen daheim.

Im Garten betrachteten wir Fotos in einem Album, das besondere Erinnerungen von Aisha und ihrer Familie bewahrt. Einige der Fotos waren für Aisha Anlass, uns von traurigen Ereignissen zu erzählen, die sie und ihre Familienangehörigen durch den Krieg erlebt haben.

Meine erste Wohnzimmerreise hat bei mir persönlich einen sehr schönen Eindruck hinterlassen, denn ich fühlte mich wirklich, als ob ich in meinem Heimatland Syrien gewesen wäre.

Liebe Aisha, vielen Dank für deine Gastfreundschaft und deine Offenheit.

Gerne lade ich demnächst einmal in mein Wohnzimmer in Gütersloh nach Syrien ein.

(Autorin: Rafaah)

Deho aus Kamerun hat beim Bürgerbrunch in Gütersloh Henri (einen Landsmann) kennengelernt und ihm gesagt, dass er in Kürze für zehn Interessierte sein Wohnzimmer öffnet, um von sich und seiner Heimat zu erzählen. Er sei auch herzlich willkommen. So kam es, dass Henri sich spontan auch unserer Reisegruppe angeschlossen hat.

Deho hat von seiner Familie erzählt, Fotos von seinen Omas und seinem Opa gezeigt und von sich als Kind gemeinsam mit seinen Geschwistern und Eltern.

Auf dem Tisch hatte Deho einige Gewürze stehen, die wir probieren durften. Deho hat uns dazu Hintergrundinformationen geliefert. In seinem Wohnzimmer hat Deho eine Friedenspalme stehen, der er auch ein bisschen Kameruner Erde in den Pflanztopf gefüllt hat. Aber nicht nur damit gelingt Deho der Spagat zwischen Kamerun und Deutschland.

Henri, unser Überraschungsgast, hat sich besonders über Dehos Kochkünste gefreut, denn Henris Kochkünste sind noch ausbaufähig (sagt er) und in deutschen Restaurants schmeckt es nicht nach Kameruner Küche. Deho bringt regelmäßig afrikanische Gewürze mit nach Deutschland, da man für den typischen Geschmack auch die typischen Gewürze benötigt.

Die Reisende Margarita aus Peru hat einige Gemeinsamkeiten von Dehos Kultur zu ihrer eigenen Kultur bemerkt. Ich liebe die Weltreisen durch Wohnzimmer. Jede Reise und jeder Reiseleiter oder jede Reiseleiterin sind ganz individuell.

Danke Deho für deine Offenheit und deine enorme Energie!

Drei Jahre haben wir auf diesen Bürgerbrunch gewartet und es hat sich gelohnt. Bei strahlendem Wetter waren wir zu sechzehnt aus sieben Ländern (Deutschland, Ecuador, Kamerun, Moldawien, Peru, Südafrika, Syrien) am Start und haben es genossen, einander kennenzulernen oder einander wiederzusehen.

Karabu aus Südafrika ist erst zwei Wochen in Deutschland – wenn das mal kein guter Anfang für das Eintauchen in die hiesige Gesellschaft ist.

 

Alle zwei Jahre wird der LEO, der Oscar für Weitblick, an Macher und Macherinnen in der Bildungsarbeit verliehen. Dieses Jahr hat die Weltreise durch Wohnzimmer den ersten Preis gewonnen! Es ist der Preis der katholischen Erwachsenen – und Familienbildung im Ezbistum Paderborn. Dass die Jury das Potenzial der horizonterweiternden kulturübergreifenden Begegnungen erkannt hat, erfüllt uns mit außerordentlicher Dankbarkeit.

Für den Preis vorgeschlagen hat uns Inga Pedossenko von unserer Kooperationspartnerin KEFB An der Ruhr in Dortmund.

Wir sind sehr glücklich über die Die LEO-Preis-Trophäe, die ein Fernglas ist, das den Blick über den eigenen Horizont symbolisiert.

Der Sieg ist mit einem Preisgeld von 2.000 Euro verbunden.

Wir sind völlig aus dem Häuschen.

Danke, danke, danke!

Es ist immer so schön, wenn nicht nur Reiseleiter*innen, Reisenden und Programmgestaltern die Weltreise durch Wohnzimmer gefällt, sondern auch Wettbewerbsjuries. 🙂

 

Zu der Frage „Was verbinde ich mit Europa?“ haben 40 Institutionen und Einzelpersonen großformatige Poster mit ihren Gedanken dazu gestaltet und sind damit durch die Innenstadt von Gütersloh spaziert.

Wir haben die Poster mit unseren sieben Fragen zum Frieden im Alltag gestaltet und im Vorbeigehen Passanten die Fragen gestellt.

Es ist für die Fragenden und Antwortenden immer ein besonders gutes Gefühl, über den persönlichen Einfluss auf Frieden in unserer nahen Umgebung zu sprechen. Und somit die eigenen „Friedenstricks“ zu teilen.