04/2026 Unser Verein möchte in den nächsten drei Jahren (2027, 2028 und 2029) ein ganz besonderes Projekt im Rahmen „Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“ durchführen. Um zu lernen, wie wir klar formulieren können, warum unser Projekt die Lebensqualität von Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte in Rheda-Wiedenbrück erhöht und welche positive kurz- und langfristige Wirkung das Projekt hat, haben wir uns für die Projektschmiede in Bamberg beworben und einen der heiß begehrten elf Plätze bekommen.

Vier Tage haben Bastian und Carlotta (auf dem Foto) uns sicher und mit Leichtigkeit durch den Antragsdschungel geführt. Herzlichen Dank dafür!

Drückt uns die Daumen, dass Ende des Jahres die Bewilligung unserer Projektidee in unseren Briefkasten flattert und wir durchstarten können. Speziell Mütter und Töchter sind die Zielgruppe unseres Projektes.

Wir freuen uns schon jetzt, mit euch etwas Großartiges auf die Beine zu stellen.

04/2026 Unsere siebte Weltreise durch Küchen führte uns zu Marlene. Sie kommt aus Salvador im Bundesstaat Bahia im Nordosten Brasiliens. Bahia ist bekannt für seine afro-brasilianische Kultur.

In Marlenes Küche staunten wir nicht schlecht, denn die selbständige Immobilienmaklerin und Mutter zweier erwachsener Kinder kocht nicht nur für ihre kleine Familie, sondern liebt es, große Gartenpartys mit vielen Gästen zu veranstalten und daher besitzt sie viele große Schüsseln und Töpfe in ihrer Küche. Sie bereitete mit uns ihre Lieblingsspeisen aus ihrer Heimat zu, Okraschoten, ein Garnelengericht, Reis und Augenbohnen. Die Zubereitung dieser traditionellen Speisen hat sie von ihrer Mutter erlernt. Der Vater spielte in der Küche eher keine große Rolle, er war eher für das Feuermachen im Ofen zuständig, schmunzelte sie.

Okraschoten dürfen in keinem brasilianischen Kühlschrank fehlen. In Bahia werden sie in jedem Garten angebaut. Die wenigsten von uns hatten sie so frisch zubereitet je vorher gegessen, kulinarisches Neuland für uns! Martin probierte die Okaschoten roh und meinte, sie schmecken ein bisschen wie Gurken. Man sollte sie aber wenigstens kurz andünsten. Wir lernten das Okraschoten-Schmorgericht Caruru kennen, das mindestens eine Stunde lang gart und permanent gerührt werden muss.

Das Augenbohnen-Gericht Feijão fradinho wird in der afro-brasilianischen Kultur oft gegessen. Jeder Haushalt besitzt für das Kochen der Bohnen einen Schnellkochtopf. Marlene stammt aus einer Familie mit sechs Kindern und dort musste es immer flott gehen. Bohnen isst man in Brasilien entweder mit Fisch oder mit Fleisch, dazu gibt es immer Reis.

Da Marlene von der Küste stammt, liebt sie Fisch und Garnelen. Wir haben eine Woche nach Ostern ein traditionelles Oster-Essen gekocht: Muqueca de camarão, ein Gericht mit Garnelen in einer köstlichen Soße aus Kokosmilch.

Zum Abschluss eines schönen Nachmittages überraschte uns Marlene mit einem brasilianischen Pudding in Karamellsoße…hmmm, so lecker!

Elf Kochbegeisterte danken Marlene von Herzen dafür, dass wir in ihre Töpfe schauen durften und für ihre große Gastfreundschaft!

Autorin: Ina Bewermeier

03/2026 Lange wollte Yordanos schon gerne ihr Wohnzimmer öffnen, aber es erschien ihr zu klein. Deshalb hat sie erst eine neue Wohnung gesucht und gefunden, um dann heute ihr neues großes Wohnzimmer für uns zu öffnen.

Yordanos hat von ihrer Kindheit und Schulzeit in Eritrea erzählt und uns die traditionelle Kaffeezeremonie gezeigt.

Bei der Kaffeezeremonie werden zuerst die Kaffeebohnen geröstet, dann den Gästen die frisch gerösteten Bohnen gezeigt (der Geruch ist sehr angenehm), die gerösteten Bohnen gemahlen und zum Schluss wird das Kaffeepulver mit heißem Wasser aufgefüllt. Der Kaffee wird in Espressotassen serviert. Zu einer Kaffeezeremonie gehören drei Runden Kaffee.

Zum Kaffee hat Yordanos selbst gebackenes Hefebrot serviert.

Wir durften noch eine weitere eritreische Spezialtät probieren: Injera
Injera ist ein besonderes Fladenbrot, das mit unterschiedlichen Soßen mit der Hand gegessen wird. Yordanos hat es mit einer Spinat-, einer Erbs- und einer Linsensoße serviert. Sehr lecker.

Liebe Yordanos, herzlichen Dank für deine Gastfreundschaft. Wir haben deine Freundlichkeit genossen und bewundern deine Stärke.

1000 Dank!

 

 

 

 

03/2026 Cordula Dahlhoff (Pro Arbeit) hat vorgeschlagen, im Rahmen der Wochen gegen Rassismus mit unserem Verein – insbesondere mit unserem Begegnungsangebot „interkultureller Stammtisch“ – zu kooperieren. Sehr gerne.

So hat Cordula zum ersten Mal 16 Porträts aus ihrem Projekt „Gesichter und Stimmen der Integration“ der Öffentlichkeit präsentiert.

Nach einem genaueren Blick auf die Porträts haben wir uns in Kleingruppen an Tischen etwas kennengelernt.

Wir haben uns über die große Resonanz (46 Teilnehmende) und den regen Austausch an Vierertischen zu den Redeanlässen „Wie  erfreust du andere Menschen?“, „Was hast du schon von Menschen aus anderen Kulturen gelernt?“, „Wann hast du dich zuletzt willkommen gefühlt?“, „Was siehst du zuerst, wenn du einem Menschen begegnest?“ und „Ich fühle mich in Rheda-Wiedenbrück wohl, weil…“ sehr gefreut.

02/2026 Alle Jahre wieder helfen wir gerne im Februar bei der Vesperkirche in Gütersloh. Wir nehmen Bestellungen der Gäste entgegen, füllen das Mittagessen auf Teller und bringen es zu den Gästen.

In diesem Jahr waren wir zu dreizehnt vom Verein Weltreise durch Wohnzimmer im Helferteam vertreten.

Herzlichen Dank! Es hat wieder viel Spaß gemacht.

 

 

01/2026 Khia und Martin haben gerade ihre Demokratietrainer*innenausbildung absolviert und 12 Personen aus dem Umfeld unseres Vereins kamen in den Genuss mit kleinen Übungen den Nebel zu Themen wie „Wer darf wobei mitbestimmen?“,  „Wie kann ich Diskriminierung erkennen?“ und „Wie kann ich Diskriminierte unterstützen?“ lüften.

Mit so einem kleinen Training von vier Stunden ist die Arbeit noch nicht getan, aber es wird auf jeden Fall das Bewusstsein geschärft.

Bei einer der ersten Übungen mussten wir in unserem Gedächtnis kramen. Wir sollten sowie  die erste Erfahrung in unserem Leben, bei der wir mitbestimmen durften und die erste Erfahrung in unserem Leben, bei der unsere Meinung nicht gehört beziehungsweise nicht gewünscht war, notieren.

Einen besonderen Eindruck hat auf mich die Stühle-Übung hinterlassen. Ich möchte nicht zu viel verraten, denn vielleicht nimmst du ja auch demnächst an einem dieser Trainings teil. Aber bei dieser Übung hat man richtig fühlen können, wie unangenehm es ist, wenn andere etwas durchsetzen wollen ohne zu sprechen, zuzuhören oder zu erklären.

Liebe Khia, lieber Martin, herzlichen Dank, dass ihr uns dieses kostenlose Training angeboten habt. Vielleicht können wir Teile davon auch in unsere interkulturellen Stammtische einfließen lassen und natürlich empfehlen wir auch dort euer Training weiter.

 

 

01/2026 Zum Jahresbeginn geht es per Regionalexpress nach Düsseldorf, um im Kunstpalast Anregungen zu erhalten, wie man Gerüche erfahrbar machen kann und Inspirationen zu „was alles riecht“, zu bekommen:  z.B. Früchte, Gewürze, Blumen, Parfüm, frisch gemähtes Gras, die Kartoffelernte, das Meer, die Stadt und Waschpulver.

Wir haben uns gegenseitig gefragt:

Wonach riecht es in China, Deutschland, Ecuador, im Irak, in Namibia und in der Türkei?

 

 

12/2025 Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende und wir danken allen Teilnehmenden und Unterstützenden unseres Vereins Weltreise durch Wohnzimmer e.V. für das tolle aktive Jahr. Wir freuen uns schon auf viele glückliche Begegnungen in 2026 mit euch.

12/2025 Aus Minden, Bielefeld, Gütersloh, Lippstadt und Rheda-Wiedenbrück sind wir mit dem Zug zum Gustav Lübke Museum nach Hamm gefahren, um Zweitzeugen zu werden. Wir haben Henny Brenner, Dr. Leon Weintraub, Wolfgang Leuinger und Chava Wolf kennengelernt und uns als Museumsführende ausprobiert.

12/2025 Wenn Ina eine Weltreise durch Küchen ankündigt, ist sie ruckzuck ausgebucht und es bildet sich eine Warteliste. Neun Reisende aus Deutschland, dem Iran, Kolumbien, Sri Lanka und der Türkei hatten das Glück, kulinarisch, unter der Anleitung von Irlanda, nach Mexiko zu reisen.

Begonnen haben wir unsere dreistündige Reise mit der Zubereitung des Tortillateigs.

Irlanda hatte zu einigen Gerichten heimatliche Geschichten zu bieten.

Nach mexikanischem Brauch ist man heiratsfähig, wenn man gelungene Tortillas zubereiten kann. Der einzige Junggeselle in unserer Reisegruppe hat die Aufgabe mit Bravour gemeistert. Somit steht einer Hochzeit nichts mehr im Wege. 😉

Die Vorspeise war eine köstliche Aztekensuppe. Als Hauptgericht gab es Hähnchen mit den Tortillas und Guacamole.

Der Nachtisch waren Kochbananen aus dem Backofen mit gesüßter Kondensmilch.

Immer, wenn Irlanda Kochbananen in dieser Art zubereitet, erinnert sie sich an ihre Kindheit in Mexiko. Da fuhr regelmäßig ein kleiner Bulli vor, der mit einer Glocke auf sich aufmerksam machte. Aus dem Bulli heraus wurden diese Art von Kochbananen verkauft.

Irlanda durfte sich oft an dem fahrenden „Kochbananenkiosk“ eine Banane kaufen.

Liebe Irlanda, 1000 Dank, dass du deine Geschichten und deine Rezepte mit uns geteilt hast. Danke, dass du uns unterstützt hast, nach mexikanischer Art zu kochen. Es war sehr sehr lecker und gesellig.

11/2025 Im November helfen wir immer wieder gern bei der Vesperkirche in St. Pius.
Es gab heute Hähnchengeschnetzeltes mit Erbsen und Reis sowie einen vegetarischen Kartoffel-Blumenkohl-Auflauf. Wir zehn Helfende haben Essensmarken eingesammelt, Essen verteilt, die Kinderecke betreut, die Tische abgeräumt, gesäubert, Besteck in Servietten eingerollt und die Tische für den kommenden Tag eingedeckt.

Es hat uns sehr viel Spaß gemacht.

11/2025 Heute wurde Biryani gekocht. Die Plätze waren auf fünf Reisende beschränkt und dementsprechend schnell war diese Kochreise ausgebucht. Wie gewohnt wurde geschnippelt, gequatscht und gelacht. Immer wieder so schön!

Herzlichen Dank, liebe Sadjida, für deine geduldige Erklärungen und deine Gastfreundschaft!